Laufen anfangen leicht gemacht

Das Laufen bzw. Joggen liegt derzeit wieder voll im Trend. Kein Wunder, gilt es doch als adäquates Mittel, um den Körper fit zu halten und den Kopf frei zu bekommen. Außerdem kann jeder mit dem Joggen beginnen, ohne sich eine teure Ausrüstung anzuschaffen oder viel Fachwissen mitzubringen. Es handelt sich also um eine durch und durch unkomplizierte Sportart. Ein paar Dinge beachten sollten Menschen, welche mit dem Laufen anfangen, aber trotzdem.

Mit Spaß bei der Sache

Vor allem untrainierte Personen, welchen es einiges an Motivation abfordert, regelmäßig laufen zu gehen, sollten immer die Freude an der Bewegung in den Vordergrund stellen. Aus diesem Grund muss die Strecke sorgsam ausgewählt werden. Erstens darf sie den ungeübten Läufer nicht mit zu vielen Steigungen überfordern und zweitens sollte es sich um eine schöne Gegend handeln. Wenn die Umgebung abwechslungsreich ist, entspannt das Laufen weitaus mehr, als wenn zum Beispiel am Rand einer Straße oder auf überfüllten Spazierwegen gejoggt wird. Flache Gebiete, welche eher einsam als überfüllt gelegen sind, eignen sich für Anfänger sehr gut. Im Zweifelsfall sollte lieber eine längere Fahrt zum Gebiet in Kauf genommen werden, als eine eintönige Strecke. Wer mit Spaß bei der Sache ist, hält auch langfristig durch!

Langsam anfangen, aber stetig steigern

Einsteiger sollten sich und ihren Körper zu Anfang nicht überfordern. Bevor das richtige Laufen in flotterem Tempo beginnt, steht daher vorerst flottes Gehen auf dem Plan. Wenn die Gegend etwas hügelig ist, hält sie auch in diesem eher langsamen Tempo genügend Herausforderungen bereit. Solange beim flotten Gehen noch ohne Mühe gesprochen werden kann, ist der Körper nicht überfordert. Wenn das Gehen über rund einen oder zwei Monate für zwei- bis dreimal pro Woche ausgeführt wurde, kann mit dem „richtigen“ Laufen begonnen werden. Hier bietet es sich an, den Körper auch gesamtheitlich zu kräftigen. Vor allem in der Anfangsphase sind Muskeln wichtig, um die Gelenke optimal zu stützen – Sportverletzungen kann so effektiv vorgebeugt werden. Zur Kräftigung des gesamten Bewegungsapparates gehören neben Liegestützen auch Kniebeugen, Sit-Ups und Dips. Je mehr Varianz in das Training einfließt, desto besser. Außerdem sollten die Übungen mindestens jeden zweiten Tag durchgeführt werden.

Motivation ist alles

Während die Motivation am Anfang des Trainings noch recht hoch sein dürfte, kehrt der innere Schweinehund spätestens nach einigen Tagen oder Wochen zurück. Doch dann ist es wichtig, trotz aller Bequemlichkeit durchzuhalten. Dabei kann es helfen, wenn man sich die konkreten Ziele vor Augen führt, welche mit dem Laufen verfolgt werden. Geht es darum, Gewicht zu verlieren? Wird die Teilnahme an einem Marathon angestrebt? Oder soll die Gesundheit langfristig verbessert und aufrechterhalten werden? Was auch immer der Grund ist, mit dem Laufen anzufangen, das Ziel können nur diejenigen erreichen, die das Training langfristig in den Alltag integrieren. Routine heißt das Stichwort. Wenn sich der Sport nach einer harten Anfangsphase so anfühlt, als gehöre er zum täglichen Ablauf, dann erfordert das Training immer weniger Motivation. Der Sport ist „normal“ und wird nicht mehr als eine besondere Anstrengung wahrgenommen. Aus diesem Grund lohnt es sich, die kräftezehrende Anfangsphase durchzustehen und immer weiterzumachen.